Hauspost n° 7 Dezember 2017

Liebe Wein-Freundinnen und -Freunde

Endspurt: In den wenigen Tagen des verbleibenden Jahres werden wir wie gewohnt für Sie da sein, auch „zwischen den Jahren“ vor Silvester und ebenso nach Neujahr. (Am Dienstag, 2.1.2018, wegen Inventur geschlossen.) Für die zahlreichen Anlässe zum Feiern haben wir diesmal acht „Festtags-Weine“ für Sie ausgesucht: Preislich liegen alle zwar etwas über dem – nennen wir‘s: „Jahresmittel“. Doch auch sie bieten ein Preis- Leistungs-Verhältnis, auf das Sie sich verlassen können: wie immer – und gerade jetzt! Unsere Festtagsweine stehen zum Probieren für Sie bereit, aber auch zu allen anderen Weinen beraten wir Sie individuell, auf ihr Fest abgestimmt. Auch zu unseren Sekten, Champagnern, Bränden und der Feinkost. Bitte nicht vergessen: Ihre Präsente stellen wir aus unserem Gesamtsortiment auch nach Ihren Wünschen zusammen. Und auf den letzten Drücker finden Sie wieder fix & fertig gepackte „Genuss-Ensembles“. Nächstes Jahr haben wir wieder einige Veranstaltungen geplant, zum Beispiel unsere traditionelle Bordeaux- Probe sowie eine Probe mit Großen Weinen aus Deutschland. Sehr gefreut hat uns übrigens, dass unsere Hausmesse im November so gut ankam – im Publikum und bei allen Winzern! Ganz großen Dank an Sie: Die Atmosphäre war blendend! Wir danken Ihnen aufs Herzlichste für diese Aufgeschlossenheit unserem Programm gegenüber, für Ihr Interesse an guten Weinen und für Ihr Vertrauen! Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest mit Ihren Lieben und einen guten, entspannten Start ins Jahr 2018!

Ihr Team von Wein-Bauer


Veranstaltungen/1: Zeit für Winzer

Am Freitag, 2. Februar 2018, von 15-18.30 Uhr, und Samstag, 3. Februar, von 11-15.30 Uhr bei uns zu Gast: Weingut Merkle aus Ochsenbach/Württemberg.
Seit fast genau einem Jahr haben wir die Merkles bei uns im Programm, und nach wie vor halten wir ihre Weine für eine interessante Erweiterung unseres Württemberg-Sortiments. Denn abgesehen davon, dass sie hervorragende Weine keltern, gehen sie gerade bei der Arbeit im Keller einen einmaligen Weg, indem sie in den eigenen Weinbergen gärfähige Hefestämme suchten und sie isolieren konnten. Damit machten sie sich unabhängig von Hefen, von denen sie „nie genau wussten, woher sie stammen.“ Seither tragen alle ihre Weine den (geschützten) Namen „Wildspontan“ auf den Etiketten. 2013 machte sie das Fachmagazin Vinum in einem großen Artikel bekannt als „Hefejäger“. Wir freuen uns, dass das Weingut Merkle bei uns zu Gast ist und Ihnen einige seiner Weine an gleich zwei Tagen persönlich nahe bringen wird.


Veranstaltungen/2: Bordeaux-Probe

Am Freitag, 9. März 2018, um 19.30 Uhr: Die Große Bordeaux-Weinprobe.
Seit vielen Jahren zählen unsere Bordeaux-Weinproben zu den Höhepunkten unter allen unseren Veranstaltungen. Einmal im Jahr verkosten wir einige Rotweine der legendären Châteaux. Bis zum Redaktionsschluss der vorliegenden Hauspost stand die Probenfolge noch nicht komplett fest; wie jedes Jahr legen wir Wert darauf, große Bordeaux-Weine zusammenzustellen, die in ihren Jahrgängen besonders gelungen sind – und die trotzdem nicht zu jener Sorte gehören, die alle vernünftige Preisgestaltung weit hinter sich lassen. Wir sind sicher, dass wir es bis zur nächsten Ausgabe der Hauspost schaffen, Ihnen all unsere „Geheimtipps“ auflisten zu können, die vor allem das haben, wofür die großen Bordeaux‘ zu Recht so berühmt sind! Wir freuen uns schon jetzt auf einen geschmackvollen, erfüllenden Abend, an dem wir mit Ihnen diese wunderbaren Weine in Begleitung eines festlichen Menüs würdigen werden. Anmeldung erforderlich. (s. u.: Bedingungen)
Preis, inkl. Menü: € 89,– pro Person. Buchbar ab sofort (auch als Geschenkgutschein erhältlich).


Veranstaltungen/3: Deutschlands Spitze

Am Freitag, 27. April 2018, um 19.30 Uhr: Weinprobe & Menü mit den Spitzenweingütern Deuschlands.
Ein Abend mit einigen der besten Weinen, die es in Deutschland gibt. Begleiten Sie uns durch unterschiedliche Anbaugebiete und durch einige Jahrgänge. Freuen Sie sich mit uns auf die Spitzenweine von Reichsgraf von Kesselstadt, Künstler, Ellwanger, Ernst Dautel, Dr. Baumann oder Bernhard Huber! Während eines großen Abendmenüs werden wir in fröhlicher Runde mit Ihnen diese Weine probieren und kommentieren. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!
Anmeldung erforderlich. Preis, inkl. Menü: € 89,– pro Person. Buchbar ab sofort (auch als Geschenkgutschein erhältlich).

Die begrenzte Anzahl an Plätzen für beide Veranstaltungen werden in der Reihenfolge der Anmeldung vergeben. Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass eine Stornierung und Rückerstattung bereits bezahlter Teilnahmegebühren nur bis 7 Tage vor Veranstaltungsbeginn berücksichtigt werden kann. Nach Ablauf dieser Frist ist eine Rückerstattung nicht mehr möglich.




Unsere Festtags-Weine – 1

RHEINGAU, weiß: Unaussprechlich gut!
Hochheimer Herrnberg Riesling trocken, 2016. VDP.ERSTE LAGE. VDP-Weingut Künstler, Hochheim am Main
Der Riesling vom Herrnberg präsentiert sich mit saftiger, mineralischer Frucht. Mehr braucht man sich eigentlich nicht merken, will man einen großen Riesling beschreiben. „Saftig“ UND „mineralisch“ harmonisch zu vereinen, das ist die Kunst. Eine Voraussetzung dafür liefern die Kalksteine dieser alten Lage (bereits 1273 durch die Kölner Domherren erwähnt). Sie sind in Hochheim nur hier zu finden. Ihre Mineralität webt sich dem Wein übers Jahr wie ein roter Faden langsam ein. Nicht zuletzt sorgt sie für eine außerordentlich lange Lagerfähigkeit. Alles Weitere, was sich einem Wein wie diesem ablesen lässt, ist das Geheimnis Gunter Künstlers. Die International Wine & Spirit Competition wählte ihn auch deshalb zweimal hintereinander zum „Best German Wine Producer“ (2001 und 2002). Nicht erst seitdem versucht sich ganze Welt daran, die Namen Künstlers allerbester Rheingauer Lagen (auch: „Domdechaney“) möglichst richtig auszusprechen …


Unsere Festtags-Weine – 2

BADEN, weiß: Hochfein & kräftig zugleich!
Grauer Burgunder trocken QbA., **Stern, 2016. Weingut Alexander Laible, Durbach (Ortenau)
Der kometenhafte Aufstieg des „Newcomers des Jahres“ und des „Besten Nachwuchs-Winzers“ begann für den jungen Badener 2009. Mittlerweile hat er eine Menge mehr Auszeichnungen erhalten und
holte jüngst den renommierten Feinschmecker „Wine Award 2017“ für seine Gesamtkollektion erstmals nach Baden-Württemberg. Doch im malerisch abgelegenen Durbachtal folgt Laible vor allem der Familientradition, die bis ins Jahr 1672 zurückreicht. Auch hier sind es die Lagen, vor allem die Kalkmergelböden, die seine Weine auf bis zu 50-jährigen Reben perfekt ausreifen lassen. Spüren Sie einmal dem hochfeinen Duft nach Birnen, Äpfeln und Melonen dieses Grauburgunders nach! Und lassen Sie sich am Gaumen davon überraschen, wie kraftvoll und saftig die Frucht zugleich ist …


Unsere Festtags-Weine – 3

ITALIEN, weiß: Höchste Klasse & bio!
Reserve de la Contessa, 2015/2016 Weingut Manincor, Kaltern (Südtirol)
„Nachhaltig“ und „bio“ war das Weingut von Michael Graf Goëss-Enzenberg schon lange, bevor beide Begriffe als Modewörter in alle Munde kamen. Von der Biodiversität in den Rebanlagen bis zum Wärmekreislauf des Gesamtbetriebs blickt man von hier aus neidvoll ins Land des einst verspotteten „dolce far niente“. Denn ein Spitzenweingut ist es außerdem!Diese Cuvée aus den Rebsorten Pinot Bianco, Chardonnay und Sauvignon wird im großen Holzfass ausgebaut und zum Teil spontan mit traubeneigenen Hefen vergoren. Ein Weißwein von kräftigem Gelb mit frischem Duft nach Äpfeln, Aprikosen und einem Hauch Salbei. Herrlich facettenreich am Gaumen: stoffig, mit vielschichtiger Frucht von Weinbergpfirsich und Mango. Langer Nachklang!


Unsere Festtags-Weine – 4

ÖSTERREICH, weiß: Ganz große Tradition!
Grüner Veltliner „Tradition“, 2014 Weingut Schloss Gobelsburg/Kamptal
Als Michael Moosbrugger 1999 von einem Journalisten gefragt wurde, wie die Veltliner in früheren Zeiten wohl geschmeckt haben mögen, ließ ihm diese Frage keine Ruhe mehr. In Gesprächen mit Altabt Pater Bertrand, der lange zuvor für die Weine des Schlosses verantwortlich war, reifte in Mosbrugger der Entschluss, den Charakter der Weine so wiedererstehen zu lassen, wie er seit Jahrhunderten in
diesen Kellern wuchs. Heute unterscheiden sich seine Weine deutlich von allen gleichförmig produzierten Weinen, die einen möglichst breiten Geschmack treffen sollen. Seine Veltliner sind eindeutig durch ihre Herkunft geprägte Persönlichkeiten. Durch und durch Handwerk: Vom Holz der großen Fässer (auf Rädern, um sie in unterschiedliche Temperaturgegenden der riesigen Gewölbekeller zu schieben!), bis zur schonenden Pressung auf einer Art alten Baumpresse. Dezente Fruchtnase reifer Marille mit etwas Estragon. Sehr saftig und gewichtig am Gaumen, mit Birnen und Honignoten. Harmonisches Säurespiel, unterlegt mit angenehmer Fruktose. Großartige Stilistik. Insgesamt überaus fruchtiger Wein (Ananas, Mirabelle, Tabak), doch mit genau passender Säure umgrenzt.



Unsere Festtags-Weine – 5

WÜRTTEMBERG, rot: Prachtstück!
Cuvée Cabernet, 2015 Weingut Dr. Baumann, Obersulm
Internationale Klasse aus Württemberg! Seit die Geschwister Tanja und Marc Baumann dieses Weingut von ihrem Vater übernahmen, gehört es für uns zu den Lieblingsweingütern Württembergs! Denn beide machten zur Bedingung, sich unabhängig vom Mutterhaus voll darauf konzentrieren zu können, Weine „wie früher“ zu machen; alles dafür war da: eine fundierte önologische Ausbildung, beste Lagen – und Ruhe genug, sich in das Vorhaben zu vertiefen. Neben einigen Spitzenweißweinen (z.B. ihr Sauvignon!) ist ihnen auch mit dieser Cuvée aus verschiedenen Cabernet-Sorten, die sich inzwischen alle im Ländle wohlfühlen, ein Prachtstück gelungen: Feines Kirschund Cassisaroma in der Nase, ein gut strukturierter, eleganter Körper, lang und intensiv am Gaumen. Hervorragend zu Wildschwein und zu allen Steaks.


Unsere Festtags-Weine – 6

PORTUGAL, rot: Intensiver Douro-Rotwein
Romeu Tino Reserva, 2014 Quinta do Romeu, Romeu/Mirandela (Douro)
Dass Weine aus Portugal ihre Entdeckung wert sind, zeigt João Menéres eindrucksvoll! Auf seinem Gut bewirtschaftet er auch Korkeichen und Olivenbäume, ganz nach Tradition im Nordosten des Landes. Rein biologisch, nirgends Chemie. Den Wein keltert er aus den autochthonen Rebsorten Touriga Nacional, Touriga Franca und Sousão, lagert sie 14 Monate in Eichenfässern und zieht sie dann unfiltriert auf die Flasche. So entsteht ein intensiver, komplexer Rotwein, der in der Nase Noten von Erdbeeren, Kirschen und Pflaumen präsentiert, ergänzt durch Düfte von Orangenblüten und Bergamotte, abgerundet von dezenter Würze. Am Gaumen sehr elegant, die Tannine sind gut eingebunden, begleitet von fruchtigen Noten mit weichem und langem Abgang.


Unsere Festtags-Weine – 7

ITALIEN, rot: Einer der Reifsten!
Vino Nobile di Montepulciano DOCG, 2013 Azienda Dei, Montepulciano (Toskana)
Obwohl erst rund 50 Jahre alt, kann man mit absoluter Sicherheit behaupten, dass Dei zu den führenden Häusern in Montepulciano zählt. Der gleichnamige Wein übrigens hat seine höchste Herkunftsbezeichnung „DOCG“ auch erst seit 1980. Auf die Mischung kommt es an: Den Anteil der Hauptrebsorte Prugnolo Gentile (Sangiovese) erhöht man bei Dei und reift ihn in mittelgroßen Fässern, um die frische Traubenfrucht aus der Einzellage Martiena zu bewahren. Auch die beiden weiteren Sorten Canaiolo sowie Mammolo stammen vom eigenen Gut. Ein funkelnd rubinroter Wein mit kräftigem Duft nach Sauerkirschen und Holunder. Unglaubliche Fülle, sehr gute Struktur und Frucht. Zu Haar- und Flugwild, besonders zu Gans und Ente.


Unsere Festtags-Weine – 8

FRANKREICH, rot: Der Festbordeaux!
La Mouleyre, 2015. Château Cap de Faugères, Sainte-Colombe (Bordeaux)
Ein Castillon Côtes de Bordeaux der Spitzenklasse! Tiefes Purpur. Sehr intensives Bukett: Man nimmt deutlich kandierte Früchte, auch Sauerkirsche und Pflaumen wahr sowie etwas Schokolade. Im Mund schmeckt man viele schwarze Beeren, spürbare´Tannine, doch stets kompakt und fein. Zum Schluss schön fruchtig und mineralisch.Château Faugères liegt unweit des berühmten Städtchens  Saint-Emilion; 2012 erhielten sie die Klassifizierung Grand Cru Classé. Der Wein wird auf Château Faugères von demselben Team gekeltert, das sich auch um die klassifizierten Weine von Faugères und Péby Faugères kümmert. Das englische Königshaus feierte sowohl das 60-jährige Krönungsjubiläum der Queen als auch die Hochzeit von Kate und William mit Cap de Faugères aus Doppelmagnum-Flaschen. Hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Robert Parker bezeichnet diesen Wein als „the estate‘s luxury cuvée. Substance to last 20 years.“ 92 - 94 Punkte




Das Festtags-Rezept

Mindestens einmal im Jahr sollte man sich in der Küche richtig schön herausfordern!
Die Weihnachtsfeiertage sind wie gemacht für die Geschmorte Hirschkalbsschulter.
Zutaten: (für 4 Personen)
500g Hirschkalbsschulter, Salz, Pfeffer, 30g Butterschmalz, 200g Wurzelgemüse, 3 Schalotten, 1 EL Tomatenmark, 1/2L Rotwein, 1/8 L Madeira, Saft von 1 Orange, 2 Pimentkörner, 10 Pfefferkörner, 2 Lorbeerblätter, 1/2 L Wild- oder Kalbsfond, Preiselbeeren. Soße: Etwas Butter, 1 EL Preiselbeersaft. Hirschkalbsfilet: 200g Hirschkalbsrückenfilet, Salz, Pfeffer, Koriander aus der Mühle.
Zubereitung: Hirschkalbsschulter von Sehnen und Fleischabschnitten befreien, salzen und pfeffern. In Butterschmalz anbraten, feingewürfeltes Wurzelgemüse mitrösten. Fleisch aus dem Topf nehmen, Wurzelgemüse mit halbierten Schalotten und Tomatenmark kurz nachrösten. Mit Rotwein, Madeira und Orangensaft ablöschen, reduzieren. Fleisch einlegen und mit Kalbsfond aufgießen. Würzen. Zugedeckt bei 180 °C ca. 1 1/2 h schmoren. Fleisch herausnehmen. Soße durch ein Sieb passieren, ausdrücken. Nachwürzen, mit Butter und Preiselbeersaft verfeinern. Hirschkalbsfilet waschen, abtrocknen, mit Salz, Pfeffer und Koriander einreiben. In Öl rundum gut anbraten. Auf Backrost im Ofen 8-10 min. braten, dann 5 min. ruhen. Geschmorte Hirschkalbsschulter und Hirschkalbsfilet aufschneiden, mit Soße und Preiselbeeren anrichten. Beilage: Spätzle und Maroni: In Butter und Zucker karamelisieren, dünsten und mit in Butter geschwenkten, mit Calvados gelöschten Apfelwürfelchen servieren.

Der Wein: Pannobile Rot, 2014, Weingut Anita & Hans Nittnaus. Kernig, stoffig am Gaumen, dazu genügend reife Tannine.